Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Weidenkätzchen – sieben Fragen und Antworten für Hobby-Gärtner

Weidenkätzchen gehören für viele Menschen einfach zur Osterdekoration dazu. Besonders Kinder erfreuen sich an den Blüten mit ihrem samtigen Fell. Doch während das Sammeln von Weidenkätzchen früher ein fester Brauch war, findet man sie heute immer seltener in der freien Natur. Zum Glück lassen sich Weidenkätzchen im eigenen Garten züchten – und das mit wenig Aufwand und Pflege. Wir verraten dir die besten Tipps, wie du deine Weidenkätzchen Jahr für Jahr zum Blühen bringst: von der Wahl des Standorts über den richtigen Boden bis zum Kürzen und der Vermehrung im Frühling.

Welche Arten von Weidenkätzchen gibt es in der Natur?

Als Weidenkätzchen im engen Sinn bezeichnet man die männlichen Blütenstände der Salweide (Salix Caprea). Diese wiederum besitzt etwa 30 Unterarten, darunter die hängenden Kätzchenweiden ‚Kilmarnock’ und ‚Pendula’. Auch Grau- und Reifweiden bilden Kätzchen aus. Wer wenig Platz hat, kann daneben zu kompakten Sorten wie der Engadin-Weide oder der Schweizer Weide greifen. Eines haben alle Weidenarten gemeinsam: Sie dienen Insekten im Frühjahr als Nahrung. Darum ist es auch verboten, Weidenkätzchen in der freien Natur abzuschneiden. Wer die samtigen Zweige als Dekoration nutzen möchte, muss sie deshalb kaufen oder vom eigenen Grundstück sammeln.

Wo kann ich die Gehölze pflanzen?

Weiden sind generell sehr anspruchslose Bäume. Darum bist du beim Standort der Pflanzung flexibel. Beachte jedoch, dass Weiden schnell wachsen und bis zu zehn Meter hoch werden können. Auch solltest du eine halbe Wuchsbreite Abstand zu den Nachbargewächsen lassen. Am liebsten mag es die Pflanze sonnig. Ein Platz mitten im Garten bietet sich deshalb an. Am Rand eines Gartenteichs bekommt die Weide immer genug Feuchtigkeit, und dank starker Wurzeln gedeiht sie auch in Hanglage. Die kalte Jahreszeit übersteht eine Weide problemlos in der Natur. Steht sie in einem Topf, solltest du aber eine dämmende Styroporplatte unterlegen.

Wie sollte der Boden beschaffen sein?

Weiden bevorzugen lehmige, feuchte und nicht zu kalkhaltige Böden. Der PH-Wert sollte weniger als 7 betragen: Ob das der Fall ist, siehst du an Zeigergewächsen wie Gänseblümchen, Arnika und Sauerampfer. Hast du nur trockenen Sandboden zur Verfügung, solltest du Mulch im Wurzelbereich verteilen. Natürlich kannst du die Gehölze auch im Topf pflanzen. Einfache Blumenerde ist dafür ausreichend. Damit die Pflanze besonders viele Kätzchen ausbildet, lohnt sich eine Kompostgabe im Frühjahr. Spezieller Dünger ist nicht unbedingt erforderlich. Um das Wachstum anzuregen, kannst du jedoch im April einen Langzeitdünger verwenden. Der Wasserbedarf ist besonders zur Blütezeit hoch. Darum solltest du dafür sorgen, dass der Boden um die Wurzeln immer feucht bleibt.

Welche Zeit eignet sich am besten zum Pflanzen?

Weidentriebe kannst du das ganze Jahr über als wurzelnackte Gehölze kaufen und einsetzen, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Die Blüten wachsen dann im März und April. Nicht umsonst werden sie im Volksmund auch Palmkätzchen genannt, da sie pünktlich zum Palmsonntag ihr samtiges Gewand zeigen. Weiden benötigen im ersten Jahr besonders viel Wasser. Wer sie also im Topf anpflanzt, sollte auf regelmässiges Giessen achten.

Was muss ich beim Kürzen der Zweige beachten?

Damit die Pflanze auch im nächsten Jahr wieder blüht, musst du sie kürzen. Als Zeitpunkt dafür eignet sich der April, wenn die Weidenkätzchen bereits abgeblüht sind. Idealerweise schneidest du die Äste so ab, dass nur noch zwei oder drei Augen zu sehen sind. Wie oft du sie kürzen solltest, hängt auch davon ab, welche Weidenform du bevorzugst: Je öfter der Schnitt, desto kompakter und dichter wird die Krone des Baums. Auch solltest du die Weide zur Zeit des Austriebs regelmässig drehen. So wächst du Krone gleichmässig und nicht nur zur Lichtquelle hin.

Wie gelingt die Vermehrung von Weidenkätzchen?

Zur Vermehrung der Weidenkätzchen benutzt du am besten abgeholzte Stecklinge. Folgende Vorgehensweise hat sich bewährt:

  1. Tauche den Steckling mit dem Wurzelballen in Wasser, damit er sich vollsaugt.
  2. Stecke ihn in etwa zehn bis 15 Zentimeter tiefe, feuchte Erde.

Alternativ kannst du die Stecklinge auch in ein Wasserglas stellen, bis sie Wurzeln gebildet haben. Das Wasser solltest du dabei alle zwei Tage wechseln. Eine weitere Möglichkeit ist die Vermehrung durch Samen. Diese steckst du in lockere, nährstoffreiche Anzuchterde. Nachdem sich die ersten Keimlinge gebildet haben, musst du sie pikieren: Entnimm die kräftigsten Keimlinge und topfe sie in einzelne Gefässe um. Achte darauf, sie in der Anfangszeit immer feucht zu halten.

Was kann ich gegen Schädlinge und Krankheiten tun?

Zu den Insekten, die sich an Weidenkätzchen laben, gehören Blattläuse, Gespinstmotten, Blattwespen und vor allem Weidenbohrer-Raupen. Daneben sind Weidenkätzchen auch anfällig für Leiden wie:

  • Weidenrostpilz
  • Echter Mehltau
  • Blattfleckenkrankheit

Wenn du einen Befall entdeckst, solltest du die kranken Blätter entfernen und das Laub unter der Pflanze wegkehren. Ist der Schaden durch Ungeziefer und Pilze beträchtlich, helfen leider nur noch Pflanzenschutzmittel und Fungizide.

Das könnte dich auch interessieren

Seidenblumen – mühelose Blütenpracht

Seidenblumen sind künstliche Pflanzen, sie sich durch ihre Pflegeleichtigkeit und ihr makelloses Aussehen auszeichnen. Auch ohne einen grünen Daumen ermöglichen dir Kunstpflanzen den Genuss ihrer Blütenpracht in deinen eigenen vier Wänden. Kunstpflanzen bieten dir eine umfassende Auswahl an Vorbildern aus der Natur, von Orchideen bis hin zu Kakteen. Wissenswertes rund um Seidenblumen erfährst du hier.

Gute Besserung mit Blumen wünschen – Ideen rund um Pflanzen zur Genesung

Gute Besserung mit Blumen zu wünschen, hat Tradition. Ein bunter Strauss bringt frischen Wind ins Krankenzimmer und erzählt vom Leben draussen. Die Blüten sind Ausdruck der Zuneigung und bleiben auch nach dem Besuch als fröhliche Boten im Zimmer zurück. Dabei kommt es auf Auswahl und Zusammenstellung an. Strahlende Sonnenblumen hat jeder gern um sich. Wer keine Schnittblumen mag, schätzt vielleicht Zimmerpflanzen. Das solltest du vorab in Erfahrung bringen, wenn du die Vorlieben des Genesenden nicht kennst. Manchmal sind im Krankenhaus auch keine Blüten erlaubt, dann muss eine Alternative her. Hier findest du Tipps für Anlässe, bei denen Genesungswünsche angebracht sind.

Strandflieder richtig anpflanzen und pflegen

Du suchst eine anspruchslose Gartenpflanze, die dich von Mai bis Juli mit einer üppigen Blütenpracht verwöhnt? Dann ist der violett blühende Strandflieder eine gute Wahl. Er ist auch für Problemecken in deinem Garten geeignet, gedeiht aber ebenso gut in Pflanzkästen auf dem Balkon. In getrockneter Form wertet er jeden Blumenstrauss auf. Für den Strandflieder benötigst du keinen Grünen Daumen, denn er fühlt sich auch ohne eine umfassende Pflege richtig wohl. Auch Schädlingen gegenüber ist er recht resistent; lediglich Staunässe verträgt er gar nicht.

Phalaenopsis – alles zur Pflege der beliebten Schmetterlingsorchidee

Die Phalaenopsis ist eine ideale Orchidee für Anfänger. Sie zeichnet sich durch eine unkomplizierte Pflege aus und blüht dazu noch prächtig. Mit den glänzenden Blättern, den langen Stielen und der üppigen Blütenpracht sticht sie aus den gängigen Zimmerpflanzen heraus. Pflegefehler bestraft die Schmetterlingsorchidee, wie die Phalaenopsis auch genannt wird, meist mit einer verminderten Blühwilligkeit. Alles, was du wissen musst, damit deine Phalaenopsis möglichst prächtig gedeiht, erfährst du in diesem Ratgeber.

Mit den passenden Blumen Trauer bewältigen

Blumen wie Rosen werden seit jeher nicht nur mit dem Leben verbunden, sie gelten vielmehr auch als Symbol zur Trauerbewältigung. Sie nehmen deshalb als einzelnes Exemplar, Strauss, Gesteck oder Kranz einen wichtigen Platz bei jeder Trauerzeremonie ein. Verwandte, Freunde und Bekannte drücken ihre Nähe zum Verschiedenen aus und finden Trost. Wer mit Blumen Trauer bewältigen möchte, muss aber einige unausgesprochene Regeln beachten. Die verschiedenen Blumensorten und -farben drücken nämlich eine bestimmte Form der Beziehung aus. Diese Gesetzmässigkeiten haben sich über Jahrhunderte bewährt. Hier erhältst du Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Mit frischen Schnittblumen die heimische Wohnatmosphäre verbessern

Eine Vase voller bunter Schnittblumen sorgt auf jedem Tisch für ein Wohlfühl-Feeling. Der Handel hält ganzjährig Pflanzen bereit, die sich als Präsent oder Hingucker eignen. Dabei geht es für die Käufer vor allem darum, dass die Zimmerpflanzen möglichst lange ihre Pracht behalten. Die Amaryllis sollen etwa die Advents- und Weihnachtszeit überdauern, rote Rosen über Wochen die Liebe ausdrücken. Wenige Tricks und Pflegetipps sorgen dafür, dass sich Schnittblumen in deiner heimischen Umgebung wohlfühlen. Übrigens: Schnittblumensträusse lassen sich aus unterschiedlichen Pflanzensorten und -gruppen zusammenstellen. Lebe deine Kreativität ganz nach deinen Vorlieben aus – dir sind dabei keine Grenzen gesetzt.