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Weigelie schneiden – So funktioniert es richtig

Weigelie schneiden – So funktioniert es richtig

Weiglinge sind als Blumen im Garten wegen ihrer Blütenpracht besonders beliebt. Es handelt sich um einen Übergangsblüher, der sein Blütenreichtum zwischen Frühling und Sommer entfaltet. Damit die Weigelie gut gedeihen, ist ein regelmässiger Rückschnitt erforderlich. Wenn du den Strauch zurückschneidest, gedeiht er buschig und bringt über Jahre hinweg viele Blüten hervor. Ausserdem hältst du so Schädlinge vom Glockenstrauch fern. Beim Schneiden kommt es auf den Zeitpunkt, die richtige Vorgehensweise und die geeigneten Schnittarten an. Im Folgenden erhältst du einige Tipps, wie du Weigelie richtig schneidest.

1. Geeignetes Werkzeug für den Rückschnitt auswählen

Nutze zum Schneiden von Weiglingen scharfe und saubere Werkzeuge. Kleinere Schnitte kannst du mit einer herkömmlichen Gartenschere ausführen. Dickere Zweige und Äste werden mit einer speziellen Strauchschere abgeschnitten. Vermeide dabei Verletzungen an Knospen und benachbarten Trieben. Eine Säge sollte bei diesen Gartenarbeiten nicht oder nur sehr vorsichtig zum Einsatz gebracht werden, da sie ungewollte Schäden am Strauch verursachen kann.

2. Tipps zu den verschiedenen Schnittarten

Die Verschiedenen Sorten des Glockenstrauchs müssen relativ häufig geschnitten werden, wobei unterschiedliche Schnittarten ausgeführt werden müssen:

  • Rückschnitt
  • Formschnitt
  • Pflanzschnitt
  • Verjüngungsschnitt
  • Erhaltungsschnitt

Weiglinge müssen von Beginn an geschnitten werden. Pflanze sie im Herbst oder im Frühjahr an und führe zu dieser Zeit auch den Pflanzschnitt durch. Weigelie sind in der Regel in einer Wuchshöhe zwischen 60 und 100 Zentimetern erhältlich und brauchen einen halbschattigen Platz. Schneide das Gewächs unmittelbar nach dem Anpflanzen, damit es buschig wächst und viele Knospen ausbildet.

3. Den Rückschnitt richtig ausführen

Da Weiglinge normalerweise über ein starkes Wachstum verfügen, müssen sie regelmässig zurückgeschnitten werden. Dies erhält die üppige Blütenpracht und garantiert einen gesunden und geraden Wuchs. Kürze alle Triebe etwa ein Drittel ein. Führe die Schnitte etwa einen Zentimeter über dem Blattknoten durch. Auf diese Weise regst du den Strauch zur Verjüngung und Verzweigung an. Er entwickelt eine gute Dichte und entwickelt sich buschig weiter. Beachte, dass die Weiglinge nach dem Pflanzschnitt im ersten Jahr nur wenige Blüten bilden. Im Folgejahr entwickeln sie sich umso prächtiger.

4. Den Strauch durch gezielte Schnitte verjüngen

Die Weiglinge entfalten im Herbst und Winter ihre Knospen, die am alten Holz gedeihen. Im Frühjahr kommen neue Austreibe hinzu. Deshalb sollte der Strauch erst in den Sommermonaten nach der Blütezeit geschnitten werden. Weigelie neigen zur Vergreisung, indem sie immer weniger Knospen ausbilden. Darüber hinaus werden die Äste im Strauchinneren kahl. Deshalb sind Verjüngungsschnitte besonders wichtig. Hier einige Tipps, wie du dabei am besten vorgehst:

  • Schneide die Weiglinge im Juni oder Juli nach der Blüte zurück.
  • Kürze bei zwei bis drei Jahre alten Sträuchern die Zweige um ein Drittel.
  • Kürze die Treibe von älteren Exemplaren um 30 bis 50 Zentimeter.
  • Schneide die Triebe ein bis zwei Zentimeter über dem schlafenden Auge ab.

5. Den Rückschnitt den Sorten anpassen

Beachte, dass einige Weiglingssorten stärker blühen als andere. Deshalb musst du den Rückschnitt der jeweiligen Sorte anpassen. Bei einigen Exemplaren sorgt der Schnitt sogar für eine zweite Blüte im Spätsommer oder im Herbst. Schneide die Pflanze auch nach der zweiten Blüte zurück und entferne verblühtes Material. Setze den Schnittpunkt nicht zu tief an, damit genug Platz vorhanden ist, um die Knospen für die nächste Saison auszubilden. Führe die Schnittarbeiten an regenfreien und nicht zu heissen Tagen durch. Dies stellt sicher, dass die Wunden des Strauchs schneller verheilen können. Wenn die Weiglinge in einer Hecke wachsen, genügt ein Formschnitt, um den Strauch auf die gewünschte Breite und Höhe zu kürzen. Verschiebe den Rückschnitt, wenn Vögel in den Weigelie nisten.

6. Die Blütezeit abwarten

Führe bei Weiglingen Form- und Rückschnitte immer nach der Blütezeit im späten Sommer oder im Herbst aus. Das kräftige Wachstum der Pflanze sorgt dafür, dass schon im Spätwinter ein Erhaltungsschnitt nötig wird. Führe diesen Schnitt im Januar oder Februar an frostfreien Tagen durch. Beseitige abgestorbenes und falsch wachsendes Holz. Sorge dafür, dass der Strauch eine kompakte und luftige Form erhält. Beachte dabei die folgenden Tipps:

  • Kürze alle abgestorbenen Äste auf Bodenhöhe.
  • Schneide schwächere Zweige an der Gabelung ab, um den Strauch etwas auszudünnen.
  • Beseitige nach innen wachsende Zweige.
  • Schneide erfrorene Treibe bis zum gesunden Holz ab.
  • Lasse dabei keine Stummel stehen.

7. Weigelie nach dem Schnitt versiegeln

Nach dem Schnitt solltest du grosse Schnittwunden der Pflanze versiegeln. Achte ausserdem darauf, die Haupttriebe zu erhalten. Kürze sie etwa um ein Drittel. Lasse bei jüngeren Pflanzen vier bis fünf Haupttriebe stehen und entferne alle anderen komplett. Das Schneiden von Weiglingen erfordert einiges Geschick, weil du den richtigen Zeitpunkt abpassen und geeignetes Werkzeug verwenden musst. Ausserdem müssen viele verschiedene Schnittarten fachgerecht und regelmässig ausgeführt werden. Hole dir zum Schneiden und zur Pflege von Weigelie Tipps und Anregungen von einem erfahrenen Gärtner.

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