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Jardiniere – stilvoll Blumen arrangieren

Eine Jardiniere unterscheidet sich deutlich von einer handelsüblichen Pflanzschale oder dem grossen Blumentopf im Garten. In der Antike wurden die ersten Blumentischchen aus Marmor und Granit oder, aufwändig verziert, aus Ton gefertigt. Im Laufe der Jahrhunderte tauchte diese ungewöhnliche Pflanzschale immer wieder als aktueller Trend auf. So auch im 19. Jahrhundert, wo die seinerzeit zumeist dreibeinige Jardiniere in kaum einem bürgerlichen Haus fehlte. Durch die für einen Blumentopf ungewöhnliche Konstruktion, stehend auf eigenen Füssen, lassen sich Blumen und grüne Pflanzen auf aussergewöhnlich ansprechende Weise arrangieren. So entstehen mit etwas floristischem Talent kleine, selbstständige Gärten im Miniaturformat.

Was für eine Art Pflanzschale ist eine Jardiniere genau?

Als Jardiniere werden Pflanzgefässe beschrieben, die

  • meist rechteckig, aber quadratisch, rund oder oval sein können
  • immer auf eigenen Füssen stehen, wobei drei, vier und sechs Standbeine die Regel sind
  • oft aus Keramik gefertigt sind, aber auch aus Holz, Metall, Glas und modern aus Kunstoff angeboten werden
  • in unterschiedlichen Grössen verfügbar sind, vom Kleinformat als Tischdekoration bis zur Blumenbank mit Stauden für die Terrasse

Entscheidend ist bei einer Jardiniere, dass es durch deren Form und die Art des Designs leicht möglich ist, Blumen und Grünpflanzen so zu kombinieren, sodass eigenständige kleine Gärten entstehen. Mit ein wenig künstlerischer Begabung lassen sich in einer Jardiniere auch Trockengestecke arrangieren, genau wie aussergewöhnlich ansprechende Dekorationen, beispielsweise

  • zu Weihnachten
  • zu Ostern
  • für Hochzeiten
  • für Jubiläen

Was bedeutet das Wort Jardiniere übersetzt?

Der Begriff Jardiniere stammt aus der französischen Sprache, wo Jardin den Garten bezeichnet. Die Jardinière ist die Gärtnerin, von der die Bezeichnung für diesen markanten Blumenständer abgeleitet wurde. Überdies wird Jardín auch im Spanischen als Bezeichnung für Gärten und Parks genutzt. Durch von Frankreich und Spanien ausgehende Expeditionen oder Kriege, gelangte der Begriff Jardin in weite Teile Afrikas. Der wohl bekannteste Beweis hierfür ist der prachtvolle Jardin Majorelle in Marokko, der zweifelsohne zu den schönsten Grünanlagen weltweit gehört. Zudem sind die Worte Jardin sowie Jardiniere von spanischen Seefahrern bis nach Mittel- und Südamerika und sogar bis nach Asien getragen worden. So findest du beispielsweise auf dem Inselstaat der Philippinen mehr als 100 botanische Gärten, Blumenparks und Grünanlagen, die dort als Jardin bezeichnet werden. Die kleineren unter ihnen, insbesondere solche, in denen einige der über 4.000 Orchideen-Arten des Landes gezeigt werden, werden Jardiniere genannt.

Welche Kategorien von Pflanzen passen in diese besondere Art von Blumentopf?

Während ein Blumenkasten auf dem Balkon meist einheitlich beispielsweise mit Geranien bepflanzt wird und grosse Blumenkübel oftmals Stauden beherbergen, ist bei der floristischen Dekoration einer Jardiniere Fantasie gefordert. Besteht die Jardiniere aus einem irdenen Material wie Keramik, Ton, Marmor oder Steingut, sind die Gestaltungsmöglichkeiten nahezu grenzenlos. Dies ist allerdings ein wenig vom Design der Jardiniere selbst abhängig, denn ist diese eventuell mit Weihnachtsmotiven geschmückt, wären Sommerblumen darin ein stilistischer Fauxpas. Ansonsten haben sich diese Kombinationen von Pflanzen besonders bewährt:

  • Blumen wie Narzissen, Tulpen, Nelken, Lilien und Orchideen zusammen mit Trockengräsern
  • niedrig wachsende Blumen mit kraftvollen Farben wie Stiefmütterchen, zusammen mit Kräutern wie Minze oder Salbei
  • als Alternative zur Vase mit Moos ausgelegt und dann mit bunten Blumen sowie feinen Ästen dekoriert
  • kleine Sorten Gemüse wie Radieschen, Knoblauch, Ingwer oder der eigene Chili-Strauch lassen sich mit Gräsern oder Kräutern kombinieren

Wird im Handel die Jardiniere auch im Grossformat angeboten?

Eine wirklich grosse Jardiniere ist eher selten zu finden. Dabei ist diese Variante der Pflanzschale für bestimmte Kategorien von Pflanzen besonders geeignet:

  • Zitrusfrüchte, insbesondere für Limonenbäumchen, Orangenbäume und Mandarinensträucher
  • Chili, Peperoni und Peperoncini
  • Magic Fruit (Synsepalum dulcificum), das Sapotengewächs, dessen Früchte deinen Geschmacksnerven vorspielen, alles was du isst oder trinkst sei süss – auch Essig, Zitronensaft oder bitterer schwarzer Kaffee
  • Zwergkoniferen, die als kleiner Wald angepflanzt werden können, so wie mit dem Zwerg-Lebensbaum oder dem Pinus Mugo Mops, der Kugelkiefer
  • Gemüse an Sträuchern wie Paprika oder Tomaten
  • hohe Gewächse wie Bambus oder Schilf

Welches Design ist für eine Jardiniere besonders apart?

Für die Terrasse ist generell eine Jardiniere mit eher robustem Aussehen ideal, so auch aus:

  • Schmiedeeisen
  • Korbgeflecht
  • Ratan
  • Holz

Soll die Blumenschale eleganter wirken, findest du bei uns Händler, die Repliken aus unterschiedlichen Epochen sowie zeitgemässe Modelle anbieten. Ausserdem kannst du auf Trödelmärkten oder beim Antik Händler stöbern. Dort finden sich mitunter Jardinieren aus verschiedensten stilistischen Kategorien:

  • barock
  • römisch oder griechisch antik
  • viktorianisch
  • arabisch
  • ägyptisch
  • besonders begehrt: Jugendstil

Welche Form einer Jardiniere bietet sich für Trockengestecke an?

Ein Trockengesteck kann mit etwas Geschick in jede Art von Jardiniere eingesetzt werden. Dabei spielt es generell keine Rolle, ob die Jardiniere Rechteckig, oval oder rund ist. Allerdings ist generell bei Gestecken die Höhe der Pflanzschale zu beachten:

  • Ist die Jardiniere niedrig oder mit kurzen Füssen ausgestattet, sollten zu hohe Gewächse wie Bambus oder Gräser vermieden werden.
  • Ist die Blumenschale hochbeinig, lassen sich Zwergkoniferen und Schnittblumen gut drapieren.
  • Ausserdem sind hohe Jardinieren ideal, um einem hängenden Garten im Miniaturformat anzulegen.
  • Bei langgestreckten Pflanzschalen ist es sogar möglich, mit einer kleinen Aquariumpumpe einen Bachlauf zu integrieren, dessen Ufer mit entsprechenden Pflanzen verziert wird.

Welche Art Jardiniere ist ideal für die Zucht von Bonsai?

Hast du dich der japanischen Kunst des Bonsai verschrieben, werden dich Jardinieren in vorzugsweise langer, rechteckiger Form begeistern. Wurde diese aus Marmor, Granit, Steinzeug oder Keramik hergestellt, bildet sie zudem das perfekte Medium für Bonsai. Besonders apart sind dann Arrangements eines grösseren Bonsai mit eher runder Baumkrone, kombiniert mit zwei oder drei Nadelbäumen im Zwergformat. Legst du den Bereich zwischen den Bonsai mit einem feinblättrigen Gras aus, schaffst du quasi eine Waldlichtung, die alle Blicke auf sich zieht. Ebenso attraktiv ist eine kleine Wasserwelt in der Jardiniere. Ein einzelner Bonsai auf einer grünen Wiese, deren Zentrum von einem kleinen Teich beherrscht wird. Blumenarrangements dieser Art erzeugen eine entspannende, teilweise romantische Atmosphäre, die du mit einem regulären Blumentopf kaum kreieren kannst. Weitere Anregungen zum Thema Jardiniere und dem Anlegen von Gärten im Miniformat findest du hier auf floristvergleich.ch, wo Spezialisten aus allen Bereichen der Blumenkunst vertreten sind.

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