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Margerite Blume – Klassiker im Garten und in der Vase

Margerite Blume – Klassiker im Garten und in der Vase

Dein Blick schweift über die Wiese und dein Auge fällt auf eine Blume, die für die Schweizer Natur typisch ist. Margeriten gehören zu den beliebtesten Sommerblumen unserer Heimat. Neben der wilden Wiesenmargerite gibt es zahlreiche Arten, die sich gut als Garten- und Balkonpflanzen eignen. Sie alle strahlen uns während der Blütezeit in herrlichem Weiss entgegen. Mit einigen Tipps gedeihen die Blumen besonders gut.

Was ist Leucanthemum für eine Blume?

Margeriten, botanisch Leucanthemum genannt, sind eine rund 42 Arten umfassende Gattung aus der Familie der Korbblütler. Zur gleichen Familie gehören Kräuter wie die Kamille. Leucanthemum ist ein griechisches Wort mit der Bedeutung „weisse Blume“. Sämtliche Arten stammen ursprünglich aus Europa. Je nach Sorte sind die Pflanzen einjährig bis ausdauernd. Alle Margeriten wachsen aus einer am Grund stehenden Blattrosette. Sie erreichen eine Höhe von bis zu einem Meter.

Wie sieht die Margerite aus?

Die Margerite sieht so aus, wie viele Menschen spontan eine Blume malen. Um die gelbe Blütenmitte platzieren sich strahlenförmig die Blütenblätter. In dieser Hinsicht ähnelt die Margerite ihrer kleinen Schwester, dem Gänseblümchen. Das Innere der Blüte setzt sich aus rund 200 kleinen Röhrenblüten zusammen. Darum gruppieren sich die Zungenblüten, die bei einigen kultivierten Sorten gefüllt sind und das gelbe Zentrum zumindest teilweise verdecken. Die fiederschnittigen Blätter sind ungeteilt. Die oberen Blätter sitzen am Stängel an, die unteren befinden sich an kurzen Stielen. Margeriten wachsen im Gegensatz zu Kletterpflanzen immer aufrecht.

Welche Arten von Margeriten gibt es?

Neben der allseits bekannten Magerwiesen-Margerite gibt es weitere Arten, unter anderem:

  • Berg-Margerite
  • Gebirgs-Margerite
  • Haller-Margerite
  • Fettwiesen-Margerite
  • Verschiedenblättrige Margerite
  • Schwarzrand-Margerite (nur in Österreich)
  • Hellschuppige Margerite (auf kalkigem Boden in Herzegowina, Süd-Dalmatien und Montenegro)

Viele dieser Arten sind sich sehr ähnlich und nur vom Experten zu unterscheiden. Daneben gibt es inzwischen zahlreiche Hybriden. Eine bekannte Kulturform ist zum Beispiel die Garten-, beziehungsweise Sommer-Margerite. Diese mehrjährige Pflanze ziert als ausdauernde und sich gut vermehrende Staude viele Parkanlagen und Gärten.

Gibt es Margeriten in verschiedenen Farben?

Die klassische Wiesenmargerite ist weiss. Es gibt aber inzwischen einige kultivierte Sorten in den unterschiedlichsten Farben. Bei diesen so genannten bunten Margeriten handelt es sich im eigentlichen Sinne um Abkömmlinge der Rotblütigen Wucherblume, botanisch Tanacetum coccineum, auch Kaukasische oder Armenische Insektenblume genannt. Wie die Margerite gehört auch die Wucherblume zur Familie der Korbblütler und in die Ordnung der Asternartigen. Sie ist somit entfernt mit der Wiesenmargerite verwandt. Beliebte Farben sind Rosa, Pink und Rot. Ebenfalls eng mit der Wiesenmargerite verwandt ist die Strauchmargerite, botanisch Argyranthemum frutescens. Die Pflanzengattung lebt auf Madeira und den Kanarischen Inseln. Strauchmargeriten sind im Gegensatz zu den heimischen Arten nicht winterhart.

Wann ist die Blütezeit der Margerite?

Die hübsche Blume blüht je nach Sorte von Mai bis August. Die Strauchmargerite steht sogar bis Oktober in voller Blüte. Margeriten erfreuen dann das Auge, wenn sich Frühlingsblüher wie Tulpe oder Osterglocke in die Erde zurückziehen. Gemeinsam mit Lilien, Gladiolen, Dahlien und Astern sorgen sie für farbige Akzente im Garten. Etwa zur gleichen Zeit blühen auch einige dekorative Kletterpflanzen. Die Kletterrose befindet sich von Juni bis Juli in der Hauptblüte. Ein schwaches Nachblühen ist bis in den Oktober hinein möglich. Die Clematis zeigt ihre Blüten von Juni bis September. Zu den Spätblühern gehört auch die Sonnenblume, die von Juli bis Oktober mit ihrem satten Gelb einen attraktiven Kontrast zum Weiss der Margerite bildet.

Gibt es Tipps zur Gartenpflege der Margerite?

Die Margerite benötigt als robuste Pflanze nur wenig Pflege. Sie stellt kaum Ansprüche an den Boden. Lediglich besondere Sorten wie die Herbst-Margerite bevorzugen einen bestimmten Untergrund. In diesem Fall ist der Boden im Idealfall feucht und leicht sauer. Alle Margeriten lieben die Sonne und freuen sich über einen windgeschützten Platz. Die beste Zeit zum Pflanzen ist gegen Anfang Mai. Da sich die Blume gerne ausbreitet, ist genug Platz einzuplanen. Setze die Margerite rund 20 Zentimeter tief und mit einem Abstand von etwa 40 Zentimetern in die Erde. Da die Blumen im Sommer recht durstig sind, giesst du sie am besten morgens und abends mit Wasser. Vermeide aber unbedingt Staunässe. Die Margerite lässt sich durch das Teilen der Staude leicht vermehren. Folgende Tipps erhöhen den optischen Wert der Margerite:

  • In grösseren Tuffs kommt die Margerite besser zur Geltung.
  • Die Wiesenmargerite eignet sich zum Aufwerten von Rasenflächen. Sie sät sich jedes Jahr neu aus.
  • Hohe Sorten bieten in Kombination mit andersfarbigen hohen Stauden ein besonders schönes Bild.

Wofür findet die Margerite Verwendung?

Die Blumen der Gattung Leucanthemum eignen sich für vielerlei Zwecke, unter anderem zum Schneiden schöner Blumensträusse und als Balkonpflanzen im Topf. Traditionell finden Margeriten zum Binden von Kränzen und Ranken Verwendung. Die Stängel lassen sich leicht spalten und zu einem Blumenkranz zusammenfügen. Auch als Teil eines Blumenbouquets machen die hübschen Margeriten eine gute Figur. Ein Klassiker unter den Blütenarrangements sind weisse Margeriten, blaue Korn- und rote Mohnblumen. Zahlreiche Sorten eignen sich als Stauden im Garten. Die niedrigwachsenden Margeriten sind tolle Bodendecker. Höhere Sorten lassen sich gut mit andersfarbigen Gewächsen kombinieren, zum Beispiel mit Lupinen, der Echinacea und dem Rittersporn. Viele Sorten sind mehrjährig und durch Teilen des Wurzelballens vermehrbar.

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