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Osterglocken – Frühlingsboten in gelbem Kleid

Osterglocken – Frühlingsboten in gelbem Kleid

Ein Ostern ohne Osterglocken ist für viele unvorstellbar. Die hübschen Zwiebelblumen mit den lanzettförmigen Blättern erstrahlen während der Blütezeit im März oder April in einem wunderschönen Gelb, das perfekt mit den kräftigen Farbtönen der Tulpen und Hyazinthen harmoniert. Osterglocken zählen zu den ersten Frühlingsboten und sorgen für farbige Akzente im Garten. Es gibt verschiedene Sorten in vielen attraktiven Nuancen. Sie eignen sich sowohl für das Auspflanzen im Boden als auch für die Gestaltung dekorativer Kübel und Schalen.

Was sind Osterglocken und wie sehen sie aus?

Osterglocken besitzen eine unverwechselbare Optik. Du erkennst sie sofort an der trompetenartigen Form ihrer Blüte, die wie eine Krone von mehreren grösseren Blütenblättern umgeben ist. Die grünen, schmalen Blätter ragen wie Lanzen nach oben. Osterglocken wachsen aus Zwiebeln. Es sind ausdauernde, winterfeste Pflanzen, die sich nach der Blüte zurückziehen und den Winter unter der Erde überdauern. Etwa sechs Wochen nach der Blütezeit verwelken die Blätter und von der einst so schön blühenden Pflanze ist bis zum nächsten Frühjahr oberirdisch nichts mehr zu sehen. Osterglocken zieren Gärten, Blumenwiesen und Wegränder. Sie gedeihen in Beeten und Pflanzkübeln. Die Osterglocke ist eine beliebte Schnittblume, die in der Vase die Blicke auf sich zieht. Hierfür schneidest du den Strauss am besten vor dem Öffnen der Knospen. Hier ein kleiner Pflegetipp: Auf der Schnittstelle bildet sich eine schleimige Substanz, die unter Umständen andere Blumensorten schädigt. Lass deshalb die Osterglocken einen Tag separat in der Vase stehen, erneuere dann das Wasser und gebe anschliessend die anderen Blumen dazu. Und: Wasche dir nach dem Binden des Strausses gut die Hände, denn Osterglocken sind giftig.

Wann ist die Blütezeit der Osterglocken?

Wie der Name bereits andeutet, blüht die Osterglocke zur Osterzeit. Die Blütezeit dauert von März bis April. An jedem Stiel befindet sich eine Blüte. Diese besteht aus einer sternförmigen Hauptkrone und einer innenliegenden Nebenkrone in der Form einer Trompete. Die Nebenkrone besitzt einen leicht gewellten oder glatten Rand. Nach der Blüte zeigen sich die aus drei Kammern bestehenden Kapselfrüchte. Den Pflegetipps einiger Gärtner zufolge ist es sinnvoll, die Blütenschäfte vor der Ausbildung der Frucht abzuschneiden. Die Fruchtbildung kostet der Pflanze viel Kraft und verringert deren Lebensdauer. Zwar gehen dann die Samen verloren, aber die Osterglocke vermehrt sich ohnehin überwiegend über Brutzwiebeln und die Ausbildung von Horsten.

Was ist der Unterschied zwischen einer Osterglocke und einer Narzisse?

Die Osterglocke ist eine Narzisse, genau genommen handelt es sich um die Gelbe Narzisse, auch wenn diese Bezeichnung allgemein wenig gebräuchlich ist. Ihr botanischer Name ist Narcissus pseudonarcissus. Narzissen gehören zur Familie der Amaryllisgewächse. Die Wildform der Osterglocke ist ursprünglich auf den etwas feuchteren Bergwiesen Westeuropas und somit auch in der Schweiz beheimatet. Im Unterschied zur ursprünglich in Asien und Nordafrika vorkommenden Tulpe zählt die Osterglocke gemeinsam mit dem Stiefmütterchen, dem Veilchen und der Primel zu den aus heimischen Arten kultivierten Zierpflanzen.

Welche Arten Narzissen gibt es?

Neben der Gelben Narzisse existieren weitere Arten dieser Gattung in unterschiedlichen Biotopen. Insgesamt gibt es mehr als 50 Narzissen. Hybriden sind ebenso verbreitet wie Gartenpflanzen, die von anderen Arten als der Gelben Narzisse abstammen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Engelstränen-Narzisse (Narcissus triandrus): kleine Narzisse mit mehreren, nickenden Blüten aus Portugal und Spanien
  • Alpenveilchen-Narzisse (Narcissus cyclamineus): kleiner Frühblüher mit zurückgeschlagenen Hauptkronblättern aus Spanien und Portugal
  • Jonquille-Narzisse (Narcissus jonquilla): langstielige Art mit flachen Nebenkronen von der Iberischen Halbinsel
  • Strauss-Narzisse (Narcissus tazetta): weisse, mehrblütige Narzisse mit zumeist gelber Nebenkrone aus dem Mittelmeerraum, Iran und Kaschmir
  • Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus): weisse Narzisse mit kleiner, gelber Nebenkrone aus dem mediterranen Raum

Welche Sorten Osterglocken gibt es?

Der wilde Vorfahre aller Osterglocken ist die Gelbe Narzisse. Im Lauf der Zeit entstanden die unterschiedlichsten Zuchtformen in verschiedenen Gelbtönen von Blassgelb und Beige bis Orange. Heute sind Osterglocken mit rosafarbigen Nebenkronen ebenso verbreitet wie solche in weiss-gelber Variante. Vor allem das farbliche Absetzen der Nebenkronen zählt zu den Zielen der Züchter. Die aussenstehenden Blätter besitzen somit häufig eine andere Nuance als die Krone, die die Blütenstände umgibt. Bereits zu Beginn der 90er Jahre gab es mehr als 24.000 Sorten. Hohe Varianten mit mindestens 30 Zentimeter langen Stielen sind ebenso verbreitet wie die beliebten Zwergosterglocken, die als Zimmerpflanzen in der Wohnung sowie auf dem Balkon für eine frühlingshafte Stimmung sorgen. Eine kleine Auswahl der beliebtesten Sorten:

  • Dutch Master: grosse, gelbe Blüten
  • Golden Harvest: goldgelber Bodendecker
  • Exception: schwefelgelb und reich blühend
  • Las Vegas: dunkelgelbe Trompete, zitronengelber Blütenkranz
  • Tête à Tête: grossblütige Zwergnarzisse mit vielen Blüten
  • Beersheba: strahlend weisse Blüten

Wie, wann und wo pflanze ich die Zwiebeln der Osterglocke ein?

Die braunen Zwiebeln besitzen eine spitz zulaufende Form. Ein Vorziehen der Pflanzen an einem geschützten, kühlen Ort bei unter 13 Grad ist möglich. Die richtige Wahl des Standorts ist für die Pflanzung wichtig. Die Osterglocke liebt leicht beschattete, absonnige Gärten. Sie verträgt den Schatten zumeist besser als viele andere Blühpflanzen. Gehölzränder sind für sie ideal. Der Boden ist im Optimalfall frisch bis feucht und zugleich durchlässig. Die Osterglocke mag keine Staunässe und bevorzugt neutrale bis schwach saure, humus- und nährstoffreiche Böden mit tiefgründiger, lehmiger bis sandiger Beschaffenheit. Beim Setzen der Zwiebeln ist auf die passende Pflanztiefe zu achten. Diese ist etwa doppelt so tief wie die Zwiebel gross ist. Im Schnitt beträgt die Pflanztiefe etwa zehn bis 20 Zentimeter. Die beste Pflanzzeit der Osterglocke reicht von September bis spätestens Oktober. Im Anschluss daran giesst du deine Osterglocke regelmässig, denn sie braucht in der Anfangszeit viel Wasser. Als Zimmerpflanzen eignen sich die Osterglocken nur bedingt. Manche Menschen nutzen sie kurzfristig in der Schale oder im Topf als Frühlingsdekoration und pflanzen sie später in den Garten. Da sich die Osterglocke nach einigen Wochen in ihre Zwiebel zurückzieht, wäre das Vergnügen sowieso nur von begrenzter Dauer.

Welche Topfpflanzen passen zu Osterglocken?

Traditionell ergeben Osterglocken zusammen mit Tulpen und Hyazinthen ein faszinierendes Bild. Das kräftige Gelb bildet mit dem Rot der Tulpen und dem Blau der Hyazinthen einen attraktiven Kontrast. Hierbei handelt es sich um die klassische Variante der Bepflanzung für eine Osterschale. Selbstverständlich passen auch weisse Osterglocken gut zu andersfarbigen Tulpen und Hyazinthen. Gänseblümchen und Stiefmütterchen komplettieren das Arrangement. Auch bunte Primeln lassen sich gut mit Osterglocken kombinieren.

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