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Anmutige und pflegeleichte Grabblumen für eine würdige Ruhestätte

Gräber sind ein Ort der Trauerbewältigung. Sie stellen nicht nur für den Verstorbenen eine Ruhestätte dar, sondern auch Angehörige finden hier einen Ort zum Innehalten. So drückt ein liebevoll gestaltetes Grab eine tiefe innere Verbundenheit aus. Demgegenüber erweckt ein verwildertes und ungepflegtes Grabbeet den Eindruck von Desinteresse. Grabblumen bilden traditionell ein wichtiges Medium, um Grabstätten Würde und Anmut zu verleihen. Sie sprechen angesichts ihrer Farben und Formen eine eigene Sprache. Für die Grabgestaltung gibt es viele Ideen. Standards haben sich etabliert. Hier findest du die Antworten auf wichtige Fragen zu Grabblumen. Erfahre, auf was du bei Gewächsen achten musst.

Welche Pflanzen eignen sich für eine Grabgestaltung?

In einer Grabgestaltung sollen sich Würde und Anmut widerspiegeln. Es geht darum, den Angehörigen einen Ort zur Trauerbewältigung zur Verfügung zu stellen und dem Verstorbenen eine Ruhestätte zu bieten. Es existieren unzählige Beispiele, wie du Grabblumen einbindest. Grundsätzlich ist die Begrifflichkeit nicht auf bestimmte Sorten begrenzt. An vielen Ruhestätten finden sich Kombinationen aus einer dauerhaften und saisonalen Bepflanzung. Einige Friedhofsblumen erfreuen sich einer grossen Beliebtheit:

  • Gerbera
  • Lilien
  • Primeln
  • Pfingstrosen
  • Stiefmütterchen
  • Tulpen
  • Vergissmeinnicht
  • Chrysanthemen

Gerne berät dich ein Friedhofsgärtner zu geeigneten Pflanzen.

Wann sollte ich den Grabschmuck erneuern?

Ungepflegte Gräber sehen lieblos aus. Ihre Wirkung auf Dritte ist nachteilig: Sie drücken eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber dem Verstorbenen aus. Daher sollte der Grabschmuck stets schön und ansprechend erscheinen. Eine immergrüne Dauerbepflanzung reduziert den Pflegeaufwand und sorgt über Monate hinweg für ein positives Bild. Wer Wechselpflanzen auf einer Ruhestätte positioniert, erhöht den Aufwand. Eine saisonale Pflege wird notwendig. Solche Gewächse können ausserhalb der Wintermonate eingepflanzt werden. Dabei sind die Sorten zu unterscheiden. Im Frühjahr sind Gänseblümchen und Vergissmeinnicht beliebt, im Sommer Begonien und Fuchsien, im Herbst Gräser und die Winterheide.

Welche Grabpflanzen benötigen wenig Wasser?

Die Grabpflege kann mit viel Arbeit verbunden sein. Nicht nur ein hohes Alter und ein entfernter Wohnort können der Verwirklichung einer würdigen Ruhestätte entgegenstehen; vielmehr handelt es sich bei einem Friedhof auch um einen Ort des stillen Gedenkens. Regelmässige und aufwändige Umpflanzungen scheinen an einem Ort des Innehaltens unangemessen zu sein. Daher sind grundsätzlich pflegeleichte Gewächse empfehlenswert. Wenig Wasser benötigen etwa Bodendeckerrosen, Eiben, Federgräser und Bergenien.

Welche Bedeutung hat die Farbe der Friedhofspflanzen?

Die Farben der Grabpflanzen sind im traditionellen und christlichen Verständnis alles andere als unbedeutend. Sie entfalten eine Symbolik und führen unweigerlich zu Assoziationen. So bringen Trauernde zur Beerdigung meist Blumen mit weissen Blüten mit. Weisse Nelken und Rosen stehen für Reinheit: Keine negativen Gedanken sollen mit dem Verstorbenen in Verbindung treten. Rote Pflanzen stehen für Liebe, gelbe für Wärme. Die Farbe Grün symbolisiert Hoffnung, Blau Treue. Wie auch immer du die Trauerfloristik wählst: Achte auf das Gesamtbild. Eine durchgängige Leitfarbe erzeugt genauso ein stimmiges Bild wie ein Farbkontrast.

Welche Grabpflanzen sind für den Sommer beziehungsweise Winter geeignet?

Extreme Temperaturen, wie sie im Sommer und Winter vorliegen, bringen Anforderungen an Friedhofspflanzen mit sich. Die Hitze erfordert in der warmen Jahreszeit ein häufiges Giessen. Verhältnismässig widerstandsfähig sind Sommermargeriten, Nelken, Callas, Scheinmyrthen und Begonien. Demgegenüber können bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gar keine Grabblumen angepflanzt werden. Stattdessen kannst du Schnittblumen und Zierpflanzen auf das Grab legen. Der Frost sorgt dafür, dass sie über mehrere Wochen ansprechend aussehen. Beliebt ist es übrigens auch, das Grab mit Zweigen abzudecken.

Welche Werkzeuge brauche ich, um ein Grab zu pflegen?

Die Grabgestaltung selbst in die Hand zu nehmen, kann durchaus mit Freude verbunden sein. Sie trägt zur Erinnerung an den Verstorbenen bei und bietet Raum zum Innehalten. Dafür benötigst du nur wenige Arbeitsgeräte, die du bequem in einer Tragetasche oder einem Rucksack auf den Friedhof bringst. Das wichtigste Element für Friedhofsblumen stellt Wasser dar. Nimm daher eine eigene Giesskanne mit. Fertigungen gibt es im Kleinformat und aus leichtem Kunststoff. Ein Anschaffungstipp ist eine Blumenkelle. Mit ihr legst du Pflanzenlöcher an und setzt den Grabschmuck um. Ausserdem brauchst du eine Blumenhacke, mit der du Unkraut entfernst und den Erdboden auflockerst.

Was muss ich bei der Bepflanzung beachten?

Es gibt zahlreiche Tipps, die für jedes Grab gelten. Das sind die Standards für Grabblumen, die du unbedingt einhalten solltest:

  • Den Pflegeaufwand durch eine Dauerbepflanzung reduzieren. Der Grossteil des Beetes sollte mit einer langsam wachsenden Dauerbepflanzung versehen sein. Saisonale Gewächse dienen der Ergänzung.
  • Den Grabstein in das Zentrum rücken. Die Grabgestaltung sollte harmonisch ausfallen. Es empfiehlt sich, die Farben des Grabsteins in der Bepflanzung erneut aufzugreifen oder einen Kontrast dazu zu bilden.
  • Die Höhe der Pflanzen von vorne nach hinten ansteigen lassen. Einen umfassenden Blick auf alle Grabblumen erlaubt eine ansteigende Bepflanzung. Dabei werden die niedrigen Gewächse am Fuss des Beets positioniert, die höheren am Kopfende.
  • Die Pflanzenarten entsprechend der Lichtverhältnisse wählen. Pflanzen finden nur in einer geeigneten Umgebung zur vollen Blüte. Die Eibe mag es beispielsweise schattig, die Zypresse hingegen sonnig.