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Pfingstrosen, die farbenfrohen Frühlingsgrüsse im Garten

Pfingstrosen, die farbenfrohen Frühlingsgrüsse im Garten

Päonien, hierzulande besser bekannt als Pfingstrosen, sind zwar recht weit verbreitet in unseren Gärten, sorgen aber mit ihrer Blütenvielfalt und mit ihren leuchtenden Farben trotzdem immer wieder für Aufsehen. Mehrere Pfingstrosengewächse nebeneinander können während der Blütezeit geradezu für ein Farbenmeer auf dem Grundstück sorgen, aber auch einzeln sind sie Eckpfeiler einer ansprechenden Gartengestaltung. Im Frühjahr ziehen Pfingstrosen mit ihrer Blütenpracht die Blicke auf sich und im Herbst setzen sie mit ihrer rötlichen Färbung erneut sehenswerte Akzente. Du wirst also reich belohnt, wenn du dich für Päonien entscheidest, doch du solltest dich vor der Pflanzung gut über ihre Pflege informieren.

Was sind Päonien?

Paeonia ist der wissenschaftliche Name der Gattung, die gemeinhin als Pfingstrosen bekannt sind. In der natürlichen Form sind sie Stauden, es gibt aber auch Sträucher. Am weitesten verbreitet ist die Gemeine Pfingstrose, die eine rosafarbene bis rote Blüte hat. Es gibt heute allerdings unzählige verschiedene Farben, unter anderem gelb, weiss oder blau. Die Grösse dieser Blüte macht Päonien zu einer sehr beliebten Gartenpflanze, die schon seit Jahrhunderten kultiviert wird. Die Blätter der Blüten erinnern an Rosen, was ebenfalls zur Beliebtheit dieser Pflanze beiträgt. Pfingstrosen kommen wildwachsend vor allem in den gemässigten Klimazonen Europas vor, wo sie in kalkhaltigen Böden in höheren Lagen gedeiht. Es gibt insgesamt 32 Arten von Päonien, die zusammen eine eigene Gattung bilden.

Wann ist die Blütezeit von Pfingstrosen?

Im Gegensatz zu dem, was ihr Name suggeriert, erleben Pfingstrosen ihre Blütezeit in der Regel nicht erst zu Pfingsten, sondern schon früher. Der Beginn der Blüte ist, abhängig vom Wetter, meist bereits in den letzten Tagen des Aprils. Dabei öffnen sich zunächst grosse Schalenblüten aussen, bevor die kleineren Blütenblätter im Inneren aufgehen. In der Mitte der Blüte befinden sich viele Staubblätter, in denen die Pollen der Pflanze zu finden sind. Viele Sorten der Pfingstrose geben einen sehr intensiven, angenehmen Duft ab, der ebenfalls zur Beliebtheit dieser Art beiträgt.

Was ist der Unterschied zwischen Strauchpfingstrosen und Staudenpfingstrosen?

Im Gegensatz zu den Sorten, die als Stauden wachsen, kommen Strauchpfingstrosen aus Asien, wo sie schon in der alten chinesischen Medizin als Heilpflanze Verwendung gefunden hat. Sie bleiben im Herbst in Form von verholzten Trieben oberirdisch zu sehen. Aus diesen Trieben wachsen die auch als Baumpäonien bekannten Strauchpfingstrosen ab dem Frühjahr bis zu 150 Zentimeter in die Höhe und entwickeln ihre Blüten ab etwa Mitte Mai, also etwas später als die Stauden. Inzwischen ist die Art in der freien Natur so gut wie nicht mehr zu finden, sodass die Gartenvarianten der Strauchpfingstrose auf Züchtung beruhen. In diesem Rahmen sind viele verschiedene Blütenfarben entstanden, sodass du bei der Farbgestaltung deines Gartens freie Auswahl hast. Die Blüten der Strauchpfingstrosen sind oft gefüllt oder halb gefüllt. Im Spätherbst sollten die Zweige locker zusammengebunden werden, das verhindert das Abknicken unter der Last des Schnees im Winter.

Welche Sorten sind für welche Standorte zu empfehlen?

Pfingstrosen, sowohl die Strauch-Varianten als auch die Stauden, sind für Hobbygärtner recht leicht zu pflegen. Ganz anspruchslos sind sie allerdings nicht. Es lohnt sich also, sich nach Gartentipps umzuhören, was den Umgang mit Päonien angeht. Was die Anforderungen an Standort und Boden angeht, unterscheiden sich die Staudenpfingstrosen kaum von den Strauchpfingstrosen:

  • Beide bevorzugen Böden, die nicht zu stark humushaltig sind. Allzu trocken sollten die Böden nicht sein, die Pflanzen benötigen eine gleichmässige Feuchtigkeit.
  • Sie sollten nicht an die Südseite gesetzt werden, da sie die volle Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit nicht gut vertragen. Besser ist ein halbschattiger Standort, der aber dennoch genügend Sonnenlicht zulässt.
  • Darüber hinaus sollten die Pfingstrosen nicht zu nah nebeneinander oder neben andere Pflanzen angesiedelt werden, da die Wurzeln relativ viel Platz in der Breite benötigen.

Was ist im Herbst mit Pfingstrosen zu tun?

Im Allgemeinen erweisen sich Pfingstrosen als recht winterhart. Die Stauden ziehen sich im Herbst ins Erdreich zurück, bei den Sträuchern bleibt etwas Gehölz über der Erde stehen. Auch Einzelpflanzen, die in grossen Kübeln stehen, müssen also für den Winterschutz nicht in Gartenhäuser verbracht werden. Schneiden musst du die Pflanzen nicht unbedingt, sie werden auch von sich aus Jahr für Jahr ein wenig grösser und kräftiger, wenn sie am richtigen Standort stehen. Sollte deine Strauchpfingstrose allerdings Schwierigkeiten dabei haben, neue Triebe auszubringen, kannst du ihr mit einem Rückschnitt des alten Holzes im Frühjahr ein wenig auf die Sprünge helfen. Der Herbst ist ausserdem die beste Zeit, um Päonien neu zu pflanzen.

Was ist bei der Pflege von Pfingstrosen zu beachten?

  • Hin und wieder treten bei Pfingstrosen Krankheiten auf, die meistens auf die Beschaffenheit des Bodens zurückzuführen sind. Insbesondere ist es wichtig, dass der Boden durchlässig ist, damit sich die Feuchtigkeit nicht aufstaut. In so einem Fall kann es zu Fäulnis im Bereich der Wurzeln kommen. Mit einer Schicht Kies oder mit Steinen am Boden des Pflanztopfes kann das verhindert werden.
  • Einen anderen Umstand gilt es schon bei der Anpflanzung zu beachten. Stauden dürfen nämlich nicht zu tief in der Erde stecken, weil sie sonst unter Umständen keine Blüten ausbringen. Sträucher dagegen sollten recht tief gesetzt werden.
  • Im Herbst entsorgst du die abgefallenen Blätter rund um die Pflanze, um die Bildung von Pilzen zu verhindern.

Was versteht man unter den Hybriden von Pfingstrosen?

Weil Pfingstrosen bei den Hobbygärtnern so beliebt sind, entwickeln Züchter immer neue Variationen der Pflanze. Sehr beliebt sind in dieser Hinsicht Hybride. Dabei werden die Vorzüge der beiden Varianten der Pfingstrose miteinander vereint. Die Hybride, die häufig unter dem Namen Paeonia Itoh angeboten werden, haben die grossen, farbenfrohen Blüten der Strauchpfingstrose und den niedrigeren, nicht so buschigen Wuchs der Staudenpfingstrose. Im Bereich der Hybride sind Pflanzen mit wunderschönen, teilweise sogar zweifarbigen Blüten erhältlich, die sich bei Hobbygärtnern grosser Beliebtheit erfreuen. Hinsichtlich der Pflege und des Standorts dieser Variante von Paeonia bestehen keine Unterschiede zu anderen Sorten.

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