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Schöne Amaryllis: Mit diesen Tipps blüht sie jedes Jahr wieder!

Die grossen Blüten der Amaryllis, bevorzugt in Rot, gehören für viele zur Weihnachtszeit dazu. Aber wie schafft man es, dass sie auch zum nächsten Weihnachten wieder blühen? Das ist gar nicht so schwer! Hier bekommst du Tipps, wie du an deiner Amaryllis viele Jahre Freude hast. Vorab: Wir wissen alle, was gemeint ist, wenn wir von „Amaryllis“ sprechen. Die offizielle Zuordnung dieser Pflanze zu einer Gattung hat sich jedoch geändert. Unsere Amaryllis gehört nach den neuesten Erkenntnissen zur Gattung Hippeastrum. Die beliebten Weihnachtsblüher heissen übrigens auf Deutsch Rittersterne. Wir verwenden hier beide Begriffe.

Was mache ich mit der Amaryllis nach der Blütezeit?

Rittersterne blühen zwar sehr eindrucksvoll, aber irgendwann ist die Zeit leider vorbei. Viele werfen die Pflanze dann in den Müll. Das ist schade, denn es handelt sich um Zwiebelpflanzen, wie ja auch deutlich zu sehen ist. Sie haben allerdings einen anderen Rhythmus als europäische Zwiebelpflanzen: Bei ihnen kommen die Blätter nach der Blüte. In der Blütezeit hat die Pflanze grösstenteils aus der Zwiebel gelebt. Nun braucht sie neue Energie und treibt lange grüne Blätter aus, mit denen sie Fotosynthese betreiben kann. Sie braucht dazu einen hellen, gerne sonnigen Standort und muss regelmässig gegossen werden. Du kannst sie ausserdem unterstützen, indem du sie düngst. So kann sie über die Sommermonate Kraft tanken. Du kannst sie zwischen die Zimmerpflanzen oder sogar nach draussen stellen, aber nicht sofort in die pralle Sonne – sie könnte einen Sonnenbrand bekommen. Das Giessen und Düngen stellst du Mitte, Ende August ein. Schneide die Blätter nicht ab, sondern lass deine Pflanze diese Phase in Ruhe abschliessen. Sie speichert nun alle Energie in der Zwiebel. Sind die Blätter verwelkt, kannst du sie abschneiden und den Topf mit der Zwiebel an einen kühleren, dunklen Platz stellen, beispielsweise in den Keller oder zu den Gartenmöbeln. Im November holst du sie wieder hervor, stellst sie an einen hellen, warmen Standort und feuchtest die Erde leicht an. Die ersten Blütentriebe werden nicht lange auf sich warten lassen!

Wo kommt die Amaryllis her und zu welcher Gattung gehört sie?

Die Rittersterne wachsen wild im subtropischen Südamerika. Ihr Lebensrhythmus ist geprägt von den Regen- und Trockenzeiten dort. Mit Hilfe ihrer grossen Zwiebel überstehen sie die trockenen Phasen. Mit den europäischen Jahreszeiten würden sie sich nicht anfreunden können. Bei uns sind sie deshalb Zimmerpflanzen. Wir simulieren die Trockenphasen in ihrer Heimat, indem wir sie einige Monate nicht giessen und kühl und dunkel stellen. Nach dieser Ruhepause erscheint sie erneut mit ihren bildschönen Blüten – pünktlich zu Weihnachten. Ursprünglich wurde die Pflanze der Gattung Amaryllis zugerechnet. Später wurde diese Gattung nach Merkmalen neu aufgeteilt, und die Rittersterne gehören heute zur Gattung Hippeastrum. Sie zählen aber weiter zur Pflanzenfamilie der Amaryllisgewächse. Es gibt viele verschiedene Sorten Hippeastrum, auch in verschiedenen Farben. Dein Florist hat sicher mehrere im Sortiment.

Wann sollte ich die Amaryllis umtopfen?

Die Pflanze wird am sinnvollsten am Ende der Ruhephase, also im November oder Anfang Dezember umgetopft. Manche nehmen die Zwiebel sogar schon zur Ruhephase aus dem Topf, das muss aber nicht sein. November ist auch die richtige Zeit, um lose Amaryllis-Zwiebeln einzupflanzen. Je älter die Amaryllis wird, desto grösser wird sie auch und desto grösser werden ihre Blüten.

  • Der Topf muss nicht breit, darf aber gerne tief sein.
  • Zunächst nimmst du die Zwiebel aus der trockenen Erde und entfernst lose Zwiebelschalen.
  • Hat dein Ritterstern Tochterzwiebeln gebildet, können diese nun abgetrennt und in eigene Töpfe gepflanzt werden.
  • Als Substrat reicht gewöhnliche Blumenerde. Sie kann gerne mit Sand, Tongranulat oder anderen Materialien aufgelockert werden.
  • Wichtig ist, dass die Zwiebel nicht komplett bedeckt ist: Die Hälfte sollte noch herausschauen.
  • Zunächst feuchtest du die Erde nur etwas an und stellst die Pflanze hell und warm. Erst wenn die neuen Triebe mehrere Zentimeter lang sind, kannst du mehr giessen.

Darf ich Blätter und Blüten abschneiden?

Du darfst die einzelnen Blüten des Hippeastrum nach der Blütezeit abschneiden. So kommen die, die noch frisch sind, besser zur Geltung. Es ist grundsätzlich auch sinnvoll, die Blüten abzuschneiden. Die Pflanze investiert sonst sehr viel Kraft in die Samenbildung. Sind alle Blüten entfernt, trocknet der Stängel von selbst ein. Manche schneiden auch den Stängel samt verwelkter Blüten ab. Die Blätter solltest du dagegen in Ruhe lassen. Welkende Blätter sehen zwar nicht hübsch aus. Lass deine Pflanze trotzdem erst die Nährstoffe aus den Blättern in die Zwiebel verlagern. So ist sie optimal für die Zeit danach gerüstet. Sind die Blätter verwelkt, kannst du sie abschneiden.

Wie pflege ich Amaryllis in Wachs?

Amarylliszwiebeln in Wachs sehen interessant aus und es lassen sich damit tolle Geschenkideen umsetzen. Sie produzieren auch für einige Tage schöne Blüten. Sie benötigen dabei keine Pflege, denn alles, was sie brauchen, holen sie sich aus der Zwiebel. Danach musst du die Zwiebel leider wegwerfen. Da sie keine Wurzeln hat und weder Wasser noch Nährstoffe aufnehmen kann, kann sie keine neue Kraft tanken. Es gelingt sehr selten, eine vom Wachs befreite Zwiebel erfolgreich einzupflanzen.

Sind Rittersterne giftig?

Rittersterne sind giftig, insbesondere die Zwiebel. Wer nur wenige Gramm davon verzehrt, kann üble Vergiftungserscheinungen wie Herzrasen, Übelkeit und Schweissausbrüche bekommen. Deshalb ist es auch keine gute Idee, die Zwiebel lose im Gemüsefach zu lagern. Katzen und andere Haustiere, die aus Langeweile an Amaryllis-Blättern herumknabbern, bringen sich damit in Lebensgefahr und müssen sofort zum Tierarzt.

Warum blüht mein Hippeastrum nicht?

Um die schöne Blüte wieder zu bekommen, wegen der du dein Hippeastrum vermutlich einmal gekauft hast, müssen die einzelnen Phasen der Jahresrhythmus eingehalten werden. Die Pflanze braucht eine Wachstumsphase im Sommer, in der sie mit ihren grünen Blättern neue Energie tanken kann. Und sie braucht die Ruhepause ohne Wasser. Der Wechsel zwischen trocken–dunkel–kühl und feucht–hell–warm ist das Signal an die Pflanze, dass es Zeit ist zu blühen. Es kann vorkommen, dass deine Pflanze in einem Jahr mal nur Blätter produziert. Oder dass die Blüten später kommen als die Blätter. Bleib geduldig, lass sie über den Sommer Kraft sammeln und dann erneut trocken in die Ruhepause gehen. Vielleicht klappt es ja zur nächsten Blütezeit!

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